Brandübungscontainer - Feuerwehr Reisbach

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Brandübungscontainer

Aktuelles > 2016 > Juni 2016
Quelle Text und Bilder: Landauer Neue Presse Monika Ebent
Training für Atemschutzgeräteträger im Brandübungscontainer
Im Landkreis Dingolfing-Landau gibt es derzeit 775 Feuerwehrdienstleistende, die einen Lehrgang zum Tragen von Atemschutzgeräten absolviert haben und sich einer körperlichen Tauglichkeitsuntersuchung unterzogen haben. Diese sind auf die 33 Freiwilligen Feuerwehren verteilt, die mit Atemschutzgeräten ausgestattet sind. In den vergangenen Jahren ist der Anteil der Brandeinsätze am Einsatzaufkommen der Feuerwehren zurückgegangen. Diese gute Nachricht bringe mit sich, dass es gerade für die jungen Feuerwehrler immer schwieriger wird, die erforderliche Einsatzerfahrung zu gewinnen. Persönliche Erfahrungen sind aber außerordentlich wichtig, um Gefahren rechtzeitig zu erkennen und lebensgefährliche Situationen zu vermeiden.
Umso erfreulicher ist es, dass nach 2015 der Brandübungscontainer des Landesfeuerwehrverbandes Bayern auch in diesem Jahr wieder in unserem Landkreis Station macht. Der Freistaat Bayern investiert hierfür 1,2 Millionen Euro, um den bayerischen Feuerwehren diese besondere Trainingsmöglichkeit bieten zu können. Das Projekt wird vom Innenministerium unterstützt und vom Landesfeuerwehrverband organisatorisch begleitet. Erfahrene Ausbilder der Firma Dräger Safety führen die Trainingseinheiten durch.
In den fünf Tagen, in denen die mobile Übungsanlage im Bauhof Reisbach stationiert ist, werden insgesamt 64 Atemschutzgeräteträger in acht Durchgängen die Möglichkeit haben, sich für den Innenangriff im Brandfall vorzubereiten. Ziel dieser Ausbildung ist es, den Geräteträgern den Brandverlauf eines Zimmerbrandes praxisnah zu demonstrieren und ihnen vor allem gefährliche Phänomene im Innenangriff darzustellen. Nur so können sie lernen, sich davor zu schützen. Nach einem Theorieteil wurde im Container ein Brandherd entzündet. Dabei konnten die Teilnehmer die verschiedenen Brandverlaufsphasen beobachten, bis hin zu Durchzündung der Rauchgase im Brandrauch. Jeder Teilnehmer konnte selbst die Rauchgaskühlung mit einem Hohlstrahlrohr trainieren. Im Container selber werden Temperaturen bis zu 800 Grad erreicht, so dass die Belastung für die Ausbildungsteilnehmer sehr hoch ist. Interessant für die Übenden ist auch die Erfahrung, was es heißt, mit dem entsprechenden Wasserdampf umzugehen. Schon bei einer Wassermenge von nur einem Liter entstehen rund 1.700 Liter Dampf.
Kreisbrandrat Josef Kramhöller betonte, dass jeder durch das realitätsnahe Üben für künftige Einsätze profitieren werde. Der zuständige Kreisbrandmeister für Atemschutz, Hans Kulzer, bedankte sich beim Kreisfeuerwehrverband mit KBR Josef Kramhöller als Vorsitzenden sowie bei der Marktgemeinde Reisbach mit dem anwesenden Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner für die Unterstützung dieses Projekt. Als zusätzlichen Schutz und zur Schonung der Geräte wurden extra vom Kreisfeuerwehrverband zehn Hitzeschutz-Ponchos angeschafft. Einen besonderen Dank sprach er der Feuerwehr Reisbach aus, die die entsprechenden Vorbereitungen getroffen haben. Den Teilnehmern, die viel Zeit investieren, wünschte er eine lehrreiche Zeit.
Bürgermeister Rolf-Peter Holzleitner lobte das Engagement der ehrenamtlichen Helfer. Der Großbrand im vergangenen Jahr habe gezeigt, wie wichtig solche Übungen sind. Man könne vom Profi vieles lernen und wertvolle Erfahrungen sammeln.
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